Cahuita Nationalpark Costa Rica

Wir hatten nur 2 Nächte in Puerto Viejo, und da wir erst spät angekommen sind und sonntags früh wieder weiter mussten, konnten wir dort nicht viel Unternehmen. Da wir aber unbedingt den Cahuita Nationalpark (hier kommt ihr zu Wikipedia) sehen wollten, war die Entscheidung schnell gefallen. Es ging also Samstag morgen zur Bushaltestelle und nach ca. 15-20 Minuten, kommt man in Cahuita an. Die Fahrt kostet ungefähr zwei Euro. Von dort geht man noch ca. 10 Minuten und dann steht man am Eingang. 🙂

Die erste Überraschung

Vor dem Eingang stehen viele Menschen und bieten einem eine geführte Tour an. Sozusagen Tier-Spotter, die einem die Tiere im Park zeigen und etwas zu ihnen erklären. Teilweise ist das wirklich nicht leicht, dazu aber gleich mehr. Die erste Überraschung für uns war, dass der Park keine Eintrittsgebühr erhebt. Man kommt in einen Bereich mit einer Hütte, dort liegt ein Buch aus in das man seinen Namen und sein Wohnort schreibt. Danach kann man eine freiwillige Spende geben, oder auch nicht. Wir haben natürlich etwas gegeben, und alle anderen die wir gesehen haben auch. Die meisten Parks nehmen nicht nur Eintritt, sondern sind sogar recht teuer, um die 20-30 $ pro Person. Danach steht man dann am Anfang und kann sich die verschiedenen Routen anschauen. Dies gilt allerdings nur für die Rangerstation, es gibt noch einen weiteren Eingang, ca. 3,5 km entfernt. Dort zahlt man 5 $, was natürlich immer noch ok ist. Man ist dann allerdings schon an einem Großteil der Tiere vorbei. Man sollte also wirklich in Cahuita starten.

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Los geht’s – Die Tiere des Cahuita Nationalpark.

Nachdem die Dame am Schalter uns noch darauf hingewiesen hat, dass man nach ca. 1,5 km den Fluss durchqueren muss, sind wir freudig losmarschiert. Das Wetter war eher durchwachsen, aber dadurch nicht zu heiß und es hat auch vorerst nicht geregnet. Wir sind also recht schnell gegangen, da wir dachten, dass am Anfang wohl eh nicht viel zu sehen ist und das Beste erst nach dem Fluss kommen würde.

Wie sich herausstellen würde, war das ein Fehler. 😀

Da uns diese „Guides“ vor dem Eingang nicht sonderlich seriös vorkamen, haben wir beschlossen auf eigene Faust loszugehen. Nach ein paar Hundert Metern hat uns dann ein Mann angesprochen und gesagt, dass wir schon an einer Menge Tiere vorbei gelaufen sind. Und das es schwer ist, wenn man nicht weiß, wohin man schauen muss. Er hat uns dann einige Tiere gezeigt: einen Pfeilgiftfrosch, mehrere Faultiere, Waschbären und einen Tukan. An allem sind wir einfach vorbei gelaufen. Danach hat er dann gefragt, ob er uns herumführen soll … Da er ein T-Shirt mit der Aufschrift des Parks trug und uns gesagt hat, dass er einer der Ranger ist, habe ich ihn gefragt, wie viel er dafür haben möchte. „Was wir möchten“, waren seine Worte. Also sind wir mit ihm weiter gegangen.

Wieder zurück zum Start

Wir sind also mit dem Ranger wieder zum Anfang zurück und haben auf den ersten 100 Metern all die Tiere gesehen, die ihr oben in der Galerie sehen könnt. Das war beeindruckend und wir hätten sie alleine niemals gefunden. Direkt nach der Ranger Station kann man rechts an einen Zaun gehen, dort sieht interessant aus, um das vorsichtig zu formulieren. Da liegt viel Schrott und Sperrmüll und Gedöns rum, aber da in den Bäumen und in den Pflanzen am Wasser kann man sehr viel sehen: Helm Basilisken, Iguanas, verschiedenste Vögel, den Frosch, Agutis, Faultiere und auch den Tukan. Der Ranger hat uns erklärt, dass man nach der Flussüberquerung nicht mehr viele Tiere sieht. Die meisten sind direkt am Anfang. Wir können das leider weder bestätigen, noch widerlegen. Wir haben den Fluss nicht überquert, da wir uns nur auf dem Stück bis dorthin aufgehalten haben. Nachdem wir uns von unserem Guide getrennt haben, sind wir das Stück bis zur Station ganz langsam zurückgegangen und haben weiter Ausschau nach Tieren gehalten.

Affen, Blauer Morpho und mehr.

Hier seht ihr nun noch die weiteren Tiere die wir dort entdeckt haben. Wir waren insgesamt gute vier Stunden dort und haben uns nur auf den ersten 1,5 km bewegt. Es hat zwischendurch kurz geregnet, sodass wir uns unterstellen mussten. Es hat aber nicht lange gedauert und wir konnten weiter. Wir haben unter anderem noch mehrere Affen, Vögel, Blaue Morphos, Krabben und Eichhörnchen gefunden.

Fazit

Ein Besuch im Cahuita Nationalpark lohnt sich definitiv. Wenn man gute Augen hat und sehr geduldig ist, dann findet man wahrscheinlich auch alleine einige Tiere. Wir waren am Ende aber froh, dass wir Hilfe hatten. 🙂

Das Wetter hätte eventuell besser sein können. Laut dem Ranger ist dieses Wetter aber perfekt, um Tiere zu beobachten. Ist es zu heiß, verschwinden viele tiefer in den Wald. Bei gutem Wetter sollte man Badesachen einpacken, denn man kommt immer wieder an wunderschönen Stränden entlang und kalt wird es dort sowieso nie.

Hier kommt nun wie versprochen, dass Video vom Blauen Morpho. Wir haben es leider nicht geschafft, ein vernünftiges Foto davon zu machen.

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